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Über mich – oder: Auf wessen Seite ich eigentlich stehe

Ich mache seit 2014 Öffentlichkeitsarbeit und Social Media im gemeinnützigen Bereich. Eins weiß ich inzwischen sicher: Ich stehe auf der Seite der Menschen, die den Job machen müssen - nicht auf der Seite der Organisation, die am Ende die Rechnung bezahlt. Klingt nach einer kleinen Unterscheidung. Ist es nicht.


Wenn ich gebucht werde, um „den Vorstand zu schulen" oder „endlich mal Struktur reinzubringen", stellt sich meistens schnell raus: Das eigentliche Problem ist nicht fehlendes Wissen, sondern dass eine einzelne Person mit viel zu wenig Ressourcen viel zu viel schultern soll. Und genau da will ich hin - nicht zur Technik drumherum.

Mein Weg


Studiert habe ich Sozialpsychologie/-anthropologie sowie allgemeine und vergleichende Literaturwissenschaften. Direkt danach: Volontariat in einer Werbeagentur, klassische harte Schule - Slipeinlagen und Tabaklobby. Von dort bin ich zu einem Wohlfahrtsverband gewechselt und zehn Jahre geblieben: klassische Öffentlichkeitsarbeit und Social Media, aber auch interne Beratung, nicht nur Accounts bespielt. Seit 2020 mache ich das selbständig.


Offiziell bin ich Social-Media-Beraterin. Inoffiziell nenne ich mich lieber Komplizin: für alle, die Social Media nebenbei zu ihrer eigentlichen Arbeit stemmen müssen. Über 150 Workshops, Beratungen und Coachings später weiß ich: Die üblichen Ratschläge gehen an den echten Ressourcen der Menschen vorbei, die den Job eigentlich machen sollen.

 

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Ehrlich statt Wunschdenken

Ich bin pflegende Mutter, mein Alltag ist radikal zerstückelt. Wunschdenken über meine eigenen Ressourcen kann ich mir schlicht nicht mehr leisten - deshalb sind meine Pläne radikal realistisch: Realität anschauen. Ressourcen ehrlich zählen. Überflüssiges streichen. Erst dann planen.

Reisekosten

Meistens werde ich für digitale Workshops gebucht (kann ich auch für euch hosten, wenn ihr z.B. kein Zoom habt), aber manchmal wünschen sich Organisationen, dass ein Workshop "in echt" stattfindet.

Bei größeren Entfernungen und wenn ich übernachten müsste berechne ich meine Reisekosten so: 1 Euro pro Entfernungskilometer. Beispiel: Wenn ihr euch wünscht, dass ich aus NRW nach Hamburg komme, berechne ich euch dafür 380 Euro, weil ca. 380 Kilometer. Davon bezahle ich Tickets und Übernachtung, übernehme selbst die Buchung und es kompensiert ein wenig, dass ich im Zug nicht so toll arbeiten kann. Fair? Ich finde schon. Wenn ihr nebenan sitzt und ich in ein-zwei Stunden da bin, ist das natürlich Quatsch und ich komme einfach so vorbei.

Hast du eine Frage? Nur zu!

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